Archiv für Dezember 2008

Baumfällung im Prenzl’berg

Montag, 29. Dezember 2008

Der Bezirk Prenzlauer Berg ist beliebt, in Sachen Lebensqualität sicher die Nummer 1 in Berlin. Entspannte Menschen, eine sehr gute
Infrastruktur, ein tolles Kulturangebot und sehr viele Bäume am Straßenrand. Besucher unerer Stadt loben immer wieder diese einzigartige Flair. Es könnte alles so schön sein, gebe es da nicht Bezirksbürgermeister Köhne(SPD) und seine Vollstrecker vom Amt für Umwelt und Natur. Baumfäller aus Leidenschaft oder einfach nur übereifrige Bürokraten? Den Aufruhr der Anwohner wohl schon ahnend, machten sie sich ohne deren Beteiligung an das systematische Fällen der Traubenkirsche, da deren Standfestigkeit nicht gewährleistet sei.Bäume in der Milastraße

Vor der Baumfällung

Allerdings hatten sie wohl nicht mit der Aufmerksamkeit der Bürger gerechnet, die sich versammelten um die Bäume zu beschützen. So mussten die Traubenkirschen unter massiven Polizeischutz gefällt werden. Gleichzeitig versuchte man, die Neubepflanzung auf die lange Bank zu schieben. Mittlerweile war aber das Medienecho so groß, dass die Vollstrecker zumindest einen Teil der Bäume bereits ersetzt haben. Herrn Köhne sah sich wohl in die Enge getrieben, er verglich die Proteste gegen das wilde Fällen von Straßenbäumen mit denen gegen die Errichtung einer Moschee in Heinersdorf. Diese Entgleisung zeigt wie wenig bürgernah dieser Herr ist. Hoffen wir, dass er bei den nächsten Wahlen gezeigt bekommt, was die Menschen im Kiez von ihm halten.

Gesunde oder kranke Bäume?